Von Platzwartlieblingen, ausgedorrten Wohlfühloasen, Jupps Märchenstunde und Hochbetrieb auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten. Arthur kauft sich eine Eigentumswohnung im Tal der Tränen. Mit Gladiolen im Vorgarten, einer Leinwand, über die in Dauerschleife die FC Bayern München – Champions 2001 DVD flimmert und einer Windkraftanlage, die von Hoeneß’ Schnauben angetrieben wird. Weil die Umzugshelfer schon bereitstehen und Arthur sich dringend noch auf die Suche nach dem „Mia-san-Mia“, dem verlorenen Bayern-Ego und einigen Formen und Förmchen machen muss, fällt der Leverkusen-Raport einigermaßen fragmentarisch aus.
Zu Halbzeit Eins
Wenn ich aus Hätte, Wenn und Wäre-Doch eine feine Suppe koch’
Zu Halbzeit Zwei
Der Leverkusener Platzwart lässt an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Herrn Toni Kroos übermitteln. Dessen Bewegungsradius von fünf Metern und die divenhaft traumwandlerische Gangart sei eine Wohltat für seine zarten Pflänzchen, so der Greenkeeper wörtlich.
Des Weiteren bedankt sich Nils Petersen bei seinem Wohlfühltrainer Jupp Heynckes für weitere zehn Minuten Bundesliga-Atmosphäre. Man dürfe aber, so Petersen hinter vorgehaltener Hand, keine Wunderdinge erwarten, wenn einer in der 82. Minute beim Stand von 0:1 eingewechselt wird, und davor zuletzt beim Dreißigjährigen Krieg auf dem Platz gestanden hat. Da gebe es einfach einige Anpassungsschwierigkeiten.
Zum Schluss
Arthur sagt’s mit Thomas Müller: „Formtief ist relativ“
Arthur sagt’s mit Sportsfreund Goethe: „Der Worte sind genug gewechselt, lasst mich auch endlich Taten sehn.“
Arthur geht tiefenentspannt wieder ans Kistenschleppen und muss außerdem noch Jogis Wohlfühloase bewässern.
Gehabt euch wohl.

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